Warum ab Frühjahr Sommerreifen

Sommer- und Winterreifen

sind durch Materialund Profil optimal an die jeweiligen Witterungs-bedingungen und Temperaturen angepasst.

Das Profil von Sommerreifen

ist an die Bedingungen des warmen Halbjahresangepasst - trockene Straßen und regennasseFahrbahnen. Hier bieten die Sommerreifenoptimale Leistung: Beim Handling, im Komfortund beim Bremsen.


Die Profilblöcke von Sommerreifen

sind gröber und das Profil verfügt über mehrLängsrillen. Die Gummimischung ist speziell fürsommerliche Temperaturen gemacht.Empfohlene Sicherheits-Profiltiefe: 3 mm


Sommerreifen bieten

auch bei hohenTemperaturen und Geschwindigkeiten optimaleHaftung und Fahrstabilität. Zwei Sätze Reifensollten Ihnen Ihre Sicherheit wert sein. Während die Winterreifen ihren Dienst tun, verlängert sichdie Lebensdauer Ihrer Sommerreifen.


Jeder Meter zählt!

Sommerreifen kommen auf trockenen und regennassen Fahrbahnen eindeutig früher zum Stehen. Daher empfehlen wir eindeutig:Winterreifen im Winter: Sommerreifen im Sommer (siehe Bremstests).

Die Änderung der StVo,

die ab dem 1. Mai 2006 in Kraft getreten ist, schließt auch Sommerreifen mit ein. Wer ab Frühling weiterhin mit seiner Winterbereifung unterwegs ist, begibt sich unnötig in Gefahr. Außerdem ist der Kraftstoffverbrauch mit Winterreifen im Sommer höher.

1. Winterreifen:

Die Faustregel lautet: Winterreifen zwischen O und O, also zwischen Oktober und Ostern. In dieser Zeit sinken die Temperaturen häufig unter 7 Grad, Sommerreifen verlieren dabei ihre guten Fahreigenschaften. „Nur Winterreifen haben die geeignete Gummimischung in der Lauffläche und ein Profil mit vielen Lamellen und Griffkanten, um bei winterlichen Straßenverhältnissen die größtmögliche Sicherheit zu bieten“, sagt Reifenexperte Björn Bolze vom Konzern-Kundendienst Reifen beim Hersteller Continental, der zum Beispiel mit dem ContiWinterContact TS 850 einen Sieger vieler aktuellen Winterreifentests anbietet. „Die Gummimischung von Sommerreifen verhärtet schon bei Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt. Winterreifen hingegen bleiben weich und geschmeidig und halten so sicheren Kontakt zur Straße“, so Bolze. Er empfiehlt bei Winterreifen eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern, denn nur dann können sich die mehr als 2.000 Lamellen eines Winterreifens unter Belastung entsprechend aufspreizen und ihre Wirkung voll entfalten. Außerdem sollten Winterreifen „nicht länger als fünf bis sechs Winter“ gefahren werden, sagt Bolze. Denn mit den Jahren und durch den häufigen Wechsel zwischen Nutzung im Winter und Lagerung im Sommer kann sich die Laufflächenmischung des Winterreifens verhärten. Teilweise schreibt der Gesetzgeber Winterreifen sogar vor, zumindest bei entsprechender Witterung: In vielen europäischen Ländern gilt, die Ausrüstung des Autos den Wetterverhältnissen anzupassen.

2. Reifen lagern:

Damit die Sommerreifen fit durch den Winter kommen, muss man sie entsprechend lagern. Am einfachsten ist es, sie beim Reifenhändler oder in der Werkstatt überwintern zu lassen. Wer seinen Reifen selbst ein Winterlager bereiten will: Vor der Demontage mit Kreide auf dem Gummi die Position vermerken (HL = hinten links, VR = vorne rechts…). Profil und Felgen reinigen, Kompletträder (also Reifen mit Felge) an Haken hängen oder auf einem Felgenbaum lagern. Reifen ohne Felge nicht stapeln oder hängen, sondern stehend (am besten auf Regalgestellen) einquartieren. Dabei ist wichtig, die Reifen alle vier Wochen zu drehen, weil sie sonst auf derselben Gummistelle ruhen. Das Gummi darf grundsätzlich nicht mit Öl, Fett oder Lack in Kontakt kommen, der Lagerraum sollte kühl und dunkel sein.

3. Inspektion:

Kaum etwas ist so unerfreulich wie im Winter mit dem Auto liegen zu bleiben. Daher sollte man schon im Herbst die wichtigsten Vitalfunktionen seines Wagens überprüfen lassen, viele Werkstätten bieten einen entsprechenden Wintercheck für Batterie, Zünd-, Licht- und Scheibenwaschanlage sowie Bremsen an.

4. Rundum-Check:

Zusätzlich zur Inspektion kann man seinem Wagen selbst etwas Gutes tun: Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage (das wird in Werkstätten bisweilen vergessen) mit einer Wirkung bis minus 25 Grad ist empfehlenswert. Danach ein paar Mal probewischen, damit sich alle Leitungen füllen – saubere Scheiben und gute Sicht sind im Winter bei trüben Wetterverhältnissen mitunter entscheidend! Außerdem sollte man kleine Lackschäden in der Karosserie jetzt ausbessern, damit Nässe und Salz nicht zu Rost führen. Die Gummidichtungen der Türen und der Kofferraumklappe kann man mit Talkum einreiben, damit sie nicht festfrieren.

5. Ausrüstung an Bord:

Ins Auto gehören ein funktionierender Eiskratzer, Starthilfekabel, Taschenlampe, Decke und Handschuhe. Der Türschloss-Enteiser allerdings bringt im Auto nichts, wenn die Tür nicht zu öffnen ist. Am besten griffbereit im Hausflur aufbewahren.

6. Fahrverhalten:

Im Winter warten die verschiedensten Bewährungsproben für Autofahrer: Unvorhergesehene Wetterumschwünge, Schneetreiben, Blitzeis, Nebel, schlechte Lichtverhältnisse, Aquaplaning. „Kritische Fahrsituationen kommen im Winter mitunter sehr unvermittelt, das wird leider oft unterschätzt“, sagt Conti-Experte Björn Bolze. „Qualitäts-Winterreifen sind ein Hightech-Produkt und bieten in kritischen Situationen ein zusätzliches Sicherheitspolster. Aber sie sind kein Garant für absolute Sicherheit, wenn der Fahrer sich fahrlässig verhält.“ Daher sollte man im Winter besonders achtsam fahren und kritische Fahrsituationen nicht durch zu hohes Tempo oder zu dichtes Auffahren heraufbeschwören. Die physikalischen Gesetze gelten auch im Winter.

7. Sicher im Nebel:

Vor allem in der kalten Jahreszeit ist mit Nebel zu rechnen, wenn Luft- und Bodentemperatur sich unterscheiden und Feuchtigkeit ins Spiel kommt. Nebelbänke können sehr plötzlich auftreten, auch bei strahlender Sonne. Dann heißt es Fuß vom Gas und auf Sicht zu den Rücklichtern des Vorausfahrenden bleiben. Doch ist derjenige zu schnell, sollte man sich nicht von diesem Sogeffekt mitziehen lassen. Eine Nebel-Fahr-Studie hat ergeben, dass ein sogenanntes „instabiles Kolonnenverhalten“ zu Unfällen führt, wenn die Autofahrer sich nur an den Rücklichtern des direkten Vordermannes orientieren und dementsprechend spät bremsen. Als Faustregel gilt daher: Tempo signifikant drosseln und mindestens „halber Tacho“ als Abstand zum vorausfahrenden Wagen.

8. Achtung Aquplaning:

Heftige Regenfälle und Tauwasser sorgen im Winter und Frühjahr für nasse Straßen, auf denen die Gefahr des Aquaplanings lauert. Das bedeutet, dass sich Wasser vor und unter dem Reifen sammelt, das durch das Profil nicht mehr verdrängt werden kann: Der Reifen schwimmt auf. Wird die Lenkung also schwammig, geradeaus lenken, Fuß vom Gas, Kupplung treten und warten, bis der Reifen wieder Kontakt zur Straße hat. Gute Winterreifen wie der Continental ContiWinterContact TS 800 (der Sieger beim aktuellen Test von Stiftung Warentestgeworden ist) bieten aber auch in solchen Gefahrsituationen bestmöglichen Halt.

9. Vereiste Brücken:

Gerade im Herbst stellen Brücken eine Gefahrenquelle dar. Während die Straße davor und dahinter trocken und eisfrei ist, kann eine Brücke unvermittelt zur Rutschbahn werden. Der Asphalt speichert keine Wärme wie der Boden unter festen Straßen, daher gefriert Luftfeuchtigkeit oder feiner Regen wesentlich leichter. Bei Brücken also besondere Vorsicht walten lassen.

10. Schneeketten:

Winterreifen sind kein Ersatz für Schneeketten, wenn die Fahrt in die Berge führt. Auf verschneiten, steilen Passagen kommt man mitunter nur mit Schneeketten weiter. Auf vielen Strecken ist das Mitführen von Ketten sogar Pflicht, blaue Verkehrsschilder mit weißen Kettenreifen weisen darauf hin. Wichtig ist: Die richtige Größe der Schneeketten (dafür die ist exakte Dimensionsbezeichnung auf der Seite des Reifens ausschlaggebend), Ketten auf die Antriebsräder montieren (Handhabung rechtzeitig vor der Fahrt üben und dann im Ernstfall nicht bis zum letzten Moment am Hang warten), Ketten grundsätzlich nur auf Schnee fahren (gilt nicht für ein paar Meter schneefreie Fläche).

Reifentipps

Reifen: Pflege und Wartung

Continental Reifen sind High-Tech-Produkte, die perfekt auf die Einsatzbedingungen moderner Fahrzeuge abgestimmt werden. Sie brauchen eine regelmäßige Wartung, um Ihnen ausreichend Sicherheit bieten zu können. Wie bei allen technologisch hoch entwickelten Produkten empfiehlt sich aber auch hier ein sorgsamer Umgang. Denn nur so ist garantiert, dass Sie als Fahrer auf den Komfort und die optimale Leistung Ihrer Reifen über die gesamte Lebensdauer vertrauen können.
Unser Tipp:
Unterziehen Sie Ihre Reifen inklusive des Reservereifens alle zwei Wochen einer Sichtkontrolle und Luftdruckprüfung.
Wenn Sie eine Beschädigung entdecken oder vermuten, lassen Sie den Reifen sofort von einem Fachmann überprüfen.

Reifen schützen

Schäden an den Reifen Ihres Fahrzeugs können ohne Ihr Wissen entstehen. Sollten Sie Beschädigungen entdecken oder vermuten, lassen Sie den Reifen sofort von einem Fachmann überprüfen.
Unser Tipp:
Wenn Sie über ein Hindernis fahren müssen, dann nähern Sie sich langsam und überfahren Sie es im stumpfen Winkel, möglichst nahe dem rechten Winkel. Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig Ihre Reifen auf äußere Beschädigungen wie z. B. Einschnitte, Beulen oder eingedrungene Fremdkörper.

Überlastungen vermeiden

Eine Überlastung Ihrer Reifen (durch überhöhte Geschwindigkeit oder Überladen des Fahrzeugs) sollten Sie möglichst vermeiden. Denn die Auswirkungen sind vergleichbar mit den Folgen unzureichenden Luftdrucks und können Ihre Reifen irreparabel schädigen.
Unser Tipp:
Überladen Sie Ihr Fahrzeug nicht. Wenn Sie unter Volllast und/oder mit hoher Geschwindigkeit fahren, passen Sie den Reifendruck gemäß den Herstellerempfehlungen an.

Luftdruck

Lebensdauer und Sicherheit eines Reifens hängen maßgeblich vom richtigen Luftdruck ab. Dieser Wert wird gemeinsam von Reifen- und Fahrzeugherstellern für jedes Fahrzeug individuell festgelegt. Die Luftdruckangaben finden Sie in der Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers sowie im Tankdeckel, Türholm oder Handschuhfach Ihres Fahrzeuges.
Ein zu hoher oder zu niedriger Luftdruck verhindert den optimalen Kontakt des Profils zur Fahrbahn und beeinträchtigt die Haftung des Reifens auf der Straße. Die Folgen sind nicht nur übermäßiger oder ungleichmäßiger Profilabrieb, sondern auch deutlich schlechtere Fahreigenschaften, die vor allem bei höheren Kurvengeschwindigkeiten schnell besonders gefährlich werden können.
Wenn der Reifendruck der Belastung nicht angemessen ist, steigt die Temperatur des Reifens aufgrund der stärkeren Verformungsarbeit. Zu hohe Temperaturen können den Reifen Schäden zufügen oder sogar zu ihrem Ausfall führen.
Unser Tipp:
Kontrollieren Sie den Luftdruck alle zwei Wochen sorgfältig und korrigieren Sie diesen falls erforderlich. Wichtig: Tun Sie dies nur bei kalten, nicht warm gefahrenen Reifen! Vergessen Sie dabei nicht den Reservereifen oder das Notrad, damit diese im Falle eines Falles auch optimal einsetzbar sind. Bitte beachten Sie auch bei Noträdern die besonderen Angaben der Fahrzeughersteller.

Luftdrucktabelle für den Download
(PDF-Datei, 1,9 MB)


Reifenprofil

Kontrollieren Sie das Profil Ihrer Reifen besonders sorgfältig. Denn viele wichtige Eigenschaften eines Reifens sind davon abhängig. Entscheidend ist die Profiltiefe, die laut Gesetzgeber mindestens 1,6 mm¹ betragen muss. Wer mit weniger unterwegs ist, riskiert eine Geldbuße oder Strafpunkte im Verkehrsregister und den Verlust des Versicherungsschutzes, da die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges erlischt.
Hilfreich bei der Beurteilung der Profiltiefe ist der Abnutzungsindikator (TWI = Tread Wear Indicator): über den Umfang des Reifens gleichmäßig verteilte Querstege in den Längs-Profilrillen, die bei der gesetzlichen Restprofiltiefe von 1,6 mm mit dem Profil bündig abschließen. Die Winterreifen von Continental besitzen einen zusätzlichen Abnutzungsindikator bereits bei 4 mm Restprofil, denn die Winterfahreigenschaften fallen unterhalb dieser Profiltiefe deutlich ab.
Unser Tipp:
Wegen der stark wachsenden Aquaplaning-Gefahr und des schlechter werdenden Bremsverhaltens bei abgefahrenem Profil sollten Sie den Reifen schon vor Erreichen der gesetzlichen Mindestprofiltiefe austauschen.
Im Allgemeinen kann man sich nach der folgenden Faustregel richten:
Sommerreifen ab 3 mm Restprofiltiefe und Winterreifen ab 4 mm Restprofiltiefe ersetzen (in Österreich müssen Winterreifen mindestens 4 mm Restprofil vorweisen, wenn Winterausrüstung vorgeschrieben ist).

¹ Ist von Land zu Land unterschiedlich.

Reifen-Alter

Die Lebensdauer eines Reifens hängt von der Aufbewahrung, Lasteinwirkung sowie von den Rotations- und Betriebsbedingungen im Laufe seiner Betriebszeit ab. Da die Nutzungsbedingungen sehr verschieden sein können, ist eine genaue Vorhersage der Lebensdauer nicht möglich.
Damit Sie das Alter Ihres Reifens jederzeit selbst überprüfen können, haben sich die großen Reifenhersteller auf eine gemeinsame Kennzeichnung geeinigt: die Codierung auf der Seitenwand des Reifens. Bei Reifen, die nach 1999 hergestellt wurden, geben die letzten vier Ziffern das Herstellungsdatum an: Die ersten beiden dieser Ziffern geben die Herstellungswoche und die letzten beiden das Herstellungsjahr an. Zum Beispiel wurde ein Reifen mit der Zahlenfolge 2207 in der 22. Woche des Jahres 2007 gefertigt.
Unser Tipp:
Wenn das Herstellungsdatum der Reifen länger als zehn Jahre zurückliegt, sollten Sie einen neuen Satz Reifen aufziehen lassen, auch dann, wenn sie noch tauglich aussehen und das Mindestprofil nicht erreicht worden ist. Entsprechendes gilt auch für den Reservereifen.

Von Oktober bis Ostern ist Winterreifen-Saison

Der erste Schnee erinnert viele Autofahrer an ihre Winterreifen. Um Lieferengpässe zu umgehen, ist es empfehlenswert, sich frühzeitig auf den Reifenwechsel einzustellen. Je nach Wohnort und Einsatz kann das zwischen Anfang Oktober und Anfang November sein.
Merken Sie sich dazu einfach als Faustregel "+7°C"als die Temperatur, bei der Sie die Reifen wechseln sollten (von Oktober bis Ostern). Nur wer Sommer- und Winterreifen verwendet, bleibt auch jederzeit optimal in der Spur.

Winterwetter in Deutschland


Bundesweit fällt die Temperatur an 185 Tagen im Jahr unter 7°C

Quelle: Continental AG - www.continental-reifen.de